PAX TIBI – DER FRIEDE SEI MIT DIR

Mit diesem Gruß begrüßte Papst Leo XIV. die wartenden Menschen auf dem Petersplatz, als er sein Amt als Nachfolger Christi antrat. Ich saß vor dem Fernsehen, um den neugewählten Papst nicht zu verpassen, gespannt darauf, welche ersten Worte er an uns alle, an den ganzen Erdkreis, richten würde.
Endlich war es soweit. Leo XIV. trat an die Brüstung des Balkons und begrüßte die wartenden Menschen mit den Worten: „Der Friede sei mit Euch…“
Klingt hier nicht der alte römische Gruß „Pax“ durch, der den langen Frieden des römischen Reiches besagte? Oder der wohlbekannte Kirchenruf im Gottesdienst? „PAX“ – ist dieser Gruß im Sinne von Frieden nicht nur über die romanischen Sprachen zum europäischen, sondern zum weltweiten Leitwort geworden?
Seltsam, dachte ich, als ich mich auf den ersten August einstimmte, den Festtag unserer Mitbegründerin Fanny de la Roche: „Der Engel des Friedens und der Liebe möge Ihnen stets zur Seite sein.“

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Momente des inneren Friedens

Wer kennt sie nicht, die kleinen Momente des inneren Friedens aus dem eigenen Leben? Momente, in denen wir uns wohl und angenommen fühlen. Momente, in denen unser Herz ruhig ist, im Einklang mit sich selbst, voller Zuversicht und Hoffnung, im gegenseitigen Geben und Empfangen.
Die meditativen Texte, die wir hörten und in denen Fanny de la Roche ihrer geliebten Mutter schrieb, waren solche Momente während unserer Provinzversammlung. Ebenso die angezündeten Kerzen, stellvertretend für die Schwestern national und international, in jedem Licht, das sich entzündet.

Unser Auftrag

So sind auch wir nach dem Vorbild Fanny de la Roches aufgefordert, im Geben und Empfangen den Frieden zu leben, mit Mut, Kraft, Energie, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

Sr. Liberata Ricker